Refill-Tinte

Das Prinzip „Verschenke die Öllampe, verdiene am Öl“ gilt auch im Zeitalter des Inkjetdruck. Alle Druckerhersteller erzielen wesentliche Einnahmen durch den Verkauf der Tinten.

Die Abschottung für Fremdprodukte geht meist so weit, dass die Hersteller von Fremdtinten ihre Patronen mit einem Chip so tunen müssen, dass der Drucker die Patrone als „Eigen-Tinte“ akzeptiert. Diese Abschottung ist jedoch nicht allein Ursache für die mangelnde Akzeptanz von Fremdtinten im Fineart-Druck: Speziell wer im Fineartprinter-Forum regelmäßig liest, stellt fest, dass es neben den begeisterten Befürwortern der Fremdtinten sehr wohl kritische Stimmen bezüglich Einsatz von Refill- oder Fremdtinte gibt.

http://forum.fineartprinter.de/discussion/11838/r2880-duese-druckkopf-defekt-/p1

Zieht man aus den verschiedenen Forenbeiträgen ein Fazit, so bleibt eine Feststellung: Das Problem der Fremdtinten ist deren Qualität, sonst wären die Hersteller von Fremdtinten erfolgreicher. Letztlich kann man auch eine Parallele zum Papiermarkt ziehen. Alle Druckerhersteller versuchen, den Kunden das eigen Canon-, Epson- oder HP-Papiers als das optimale Produkt zu verkaufen. Die Kernkompetenz der Druckerhersteller liegt jedoch in Druckerhardware und in Tinte und  nicht beim Papier. Das merkt man auch im Markt für Fineart-Medien, der den Drucker-Herstellern zwar nennenswerte Umsätze an Inkjet-Papier ermöglicht, aber dennoch den Papierherstellern wie Hahnemühle nennenswerte Umsätze ermöglicht.

Fremtinte lohnt nur bei hohem Druckvolumen

Wer einen sehr hohen Durchsatz, sprich ein hohes Druckvolumen hat, wird mit Fremdtinten möglicherweise in der Tat nennenswerte Beträge einsparen können. Wer jedoch nur alle drei Wochen einige Bilder produziert, für den ist der Einspareffekt schwer zu erzielen. Denn nur durch entsprechenden Tintenverbrauch lässt sich tatsächlich sinnvoll sparen und nur die Kostenersparnis beim Druck kann das Argument für Fremdtinte sein.

Im harmlosen Fall kann es sein, dass man nach dem Umstieg auf Fremdtinten neue Profile generieren muss, denn für einen Tintenhersteller ist es nicht einfach, die Rezepte der Original-Hersteller perfekt zu kopieren. Schließlich hat man im Fine-Art-Printing bis zu 12 Tintenpatronen im Drucker. Wenn nur eine Farbe nicht perfekt der des Originals entspricht, ist das Farbmanagement im Vergleich zur Originaltinte hinfällig und die erwähnten neuen Profile sind erforderlich. Das ist ein Zeit- und damit Kostenaufwand. Im schlechtesten Fall treten mittelfristig Schäden am Druckkopf auf und dann wird sich der Lieferant der Refill-Tinte darauf berufen, dass er keine Garantie bei verstopften Druckköpfen übernimmt. Der Drucker-Hersteller verweist zu Recht drauf, dass eine Verwendung von Fremdtinten und die darauf erfolgte Schädigung des Druckkopfs nicht durch seine Produkte, sprich Tinte, verursacht sei.

Wieviel können Sie mit Refiil-Tint im Jahr sparen?

Aus diesem Grund kann FineArtPrinter nur folgende Entscheidungshilfe anbieten:
• Rechnen Sie aufgrund ihres Druckvolumens grob aus, welche Tintenmenge Sie innerhalb eines Jahres verbrauchen werden und was diese bei Nutzung der Original-Tinte kosten würde. Dann rechnen Sie diesen Verbrauch mit den niedrigeren Kosten der Fremdtinte dagegen. Wenn Ihnen aufgrund des Einsparungspotentials der Aufwand gerechtfertigt erscheint, dann probieren Sie Refill-Tinten aus.
Tipp: Das Einsparungspotential für ein Jahr kalkuliert, sollte mindestens so hoch sein, dass Sie aufgrund der Kostenersparnis den Drucker im schlechtesten Fall austauschen können.

Kostenersparnis nur bei hohem Druckvolumen
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