Ankündigung FAP 1/15

FineArtPrinter 1/2015 seit 18. Dezember im Handel

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Eine der schönsten Ausgaben von FineArtPrinter in der bald zehnjährigen Geschichte des Magazins: Heft 1/2015. Die Porträts, die Fotograf Valéry Kloubert beisteuerte, sind  herausragend. Zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) saßen  Prominente wie Toni Schumacher, Kai Diekmann, Joe Bausch oder Shary Reeves vor Klouberts Linhof Technika Modell, die mit den selbst beschichteten Glasplattennegativen bestückt war. Ebenso aussergwöhnlich sich die Bilder, die uns der Vorarlberger Fotokünstler Peter Mathis aus dem Hochgebirge mitbrachte. FineArtPrinter 1/15 übrigens ist gedruckt mit neuester Offset-Druck-Technik mit UV-härtenden Farben, dies ermöglicht eine Qualität wie im Fineart-Printing. Doch neben den tollen Bildstrecken kommt auch der Wissenstransfer nicht zu kurz. Roberto Casavecchia zeigt uns, wie man vor dem Druck Bilder entrauscht, auch wenn diese mit 6400 ISO belichtet wurden.  Bojan Radojkovic führt uns in seine Werkstatt und zeigt uns, wie runde und ovale Passepartouts geschnitten werden und wie man Bilder in runden und ovalen Passepartouts ansprechend präsentiert. Da einige Leser bereits anfragten, ob man sich, wie Valéry Kloubert, Glasplattennegative selbst beschichten könne, sollten Sie hier weiter lesen. So richtig empfehlenswert ist es nicht, denn die eingesetzten Chemikalien sind nur fachmännischen Einsatz geeignet.

Toni Schumacher musste bei ISO 3 stillsitzen

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Die aktuelle Ausgabe von FineArtPrinter ist an Donnerstag, 18. Dezember am Kiosk

Während wir heute an unseren Kameras mit ISO 3200 belichten, hatte der Kölner Fotograf Valéry Kloubert auf seinen selbstbeschichteten Glasplatten-Negativen eine Empfindlich von ISO 3 zur Verfügung. Für Toni Schumacher, der sich ebenso wie Sabrina Setlur oder Schauspieler Joe Bausch, Shary Reeves oder Bild-Chefredakteur Kai Diekmann vor Klouberts schwerer Linhof-Plattenkamera positionierte, hieß dies während der Belichtung sekundenlang still zu sitzen.  Diese und eine Reihe anderer Prominente stellten sich für die Aktion zugunsten der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) vor die Kamera des Kölners, der mit den handbeschichteten Glasplatte-Negativen ein längst vergessenes Verfahren rekonstruierte.

Der Gedanke, ein solches altes Verfahren wiederzubeleben, beschäftigte Kloubert jahrelang. Im Antiquariat fand er Rezepte aus dem 19. Jahrhundert, die jedoch vorwiegend auf Quecksilber, Salzsäure, Ammoniak und anderen Giften aufbauen. In langen Versuchen veränderte Kloubert die Rezepturen so, dass nun möglichst wenige giftige Chemikalien benötigt werden.

Dennoch gab es Schwierigkeiten beim Kauf der Chemikalien. Der 40-jährige Fotograf sah sich plötzlich mit Sicherheitsfragen konfrontiert. Für bestimmte Substanzen musste er eine Erklärung unterschreiben, dass er diese ausschließlich für fotochemische Aufnahmematerialien einsetzt. Ohne seine Erfahrung in der analogen Dunkelkammer wäre aus dem Vorhaben nie etwas geworden. Im Internet gibt es ein kleines Making-of-

Video, auf dem man sieht, wie die Emulsion auf Glasplatte gegossen wird. Dass damit noch längst keine belichtungsfähige Filmschicht entstanden war, musste Kloubert in monatelang währenden Versuchsreihen lernen. So gab es häufig Risse in der Emulsion, und auf einigen Prints sieht man auch deutliche Fehler auf der Glasplatte. Kloubert: »In Photoshop ließe sich das leicht wegstempeln, doch damit würde ich den gesamten analogen Workflow entwerten.

In FineArtPrinter 1/2015, seit 18. Dezember am Kiosk finden Sie neben dem Porträt von Fußballer Toni Schumacher  die bestechenden Schwarzweiss-Prints von Kai Diekmann, Shary Reeves, Joe Bausch und Sabrina Setlur.

http://www.kloubert.com/dryplate_project-glasplatten_negativ_projekt/

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