So muss Autofokus

Falke, fotografiert mit Olmpus OM-D EM-1 Mark II

Die brandneue OM-D E-M1 Mark II überzeugt mit einem sehr schnellen Autofokus, atemberaubender Serienbildgeschwindigkeit und dem Pro-Capture-Mode, in dem auf Tastendruck bereits vor dem finalen Auslösen 14 Serienbilder gespeichert werden. Das gibt die Sicherheit, auch schnell ablaufende Ereignisse perfekt zu dokumentieren. Hermann Will über die ersten Praxiserfahrungen mit dem neuen Flaggschiff aus dem Hause Olympus.

Wer die  Bedürfnisse seiner Kunden in Lösungen umsetzt, der wird Erfolg haben. Ist das nicht schon immer so? Ja, doch es gibt Unternehmen, bei denen derartiges gefühlt Lichtjahre dauern kann. Olympus hörte in den vergangenen Jahren sehr konsequent auf die Anwender ihrer Kameras, auch in Europa. Deshalb spendierten die Entwickler dem neuen Flaggschiff der OM-D-Serie, der brandneuen OM-D EM-1 Mark II nicht nur leistungsfähigere Akkus, sondern auch einen Autofokus, der aufgrund  seiner Schnelligkeit faszinierende Bilder ermöglicht.

Mit dem aktuellen Modell, der E-M1 hatte ich versucht Möwen, die während einer Überfahrt über der Fähre kreisten, zu fotografieren. Schwierig. Mit der Mark II gelang es mir am Mittwoch, 2. November, einen vom Arm eines Falkners aufgestiegenen Falken mit dem M.Zuiko  ED 40‑150mm 1:2.8 Pro in optimaler Schärfe bei voller Geschwindigkeit beinahe formatfüllend abzubilden. Dabei dauerte die Vorführung mit den Greifvögeln nur wenige Minuten. Das Tier flog fünfmal zum Falkner, der für den Vogel ein Beutestück an der Leine durch die Luft schleuderte. Während der Falke flog, war mein Auge am Sucher und ich folgte intuitiv dem schnell kreisenden Vogel, der in mehreren Anläufen versuchte, das Futter zu erbeuten. Die Scharfstellung musste ich dabei in vollem Umfang dem Autofokus überlassen. Das erstaunliche: Es war kein Zufallstreffer, da noch weitere Bilder aus der gleichen Serie, aber mit unterschiedlichen Entfernungen zum Falken, perfekt fokussiert waren. Ursache für diese Präzision und Schnelligkeit ist die neue On-Chip-Phasenerkennung mit Echtzeit-Kontrolle. 121 Kreuzsensoren, ein spezieller Hochgeschwindigkeits-Algorithmus und der neue True-Pic-VIII-Bildprozessor.

Für die Verfolgung sich schnell bewegender Objekte arbeitet der Autofokus mit einer neun Steuerung und der elektronische Verschluss zeichnet bis zu 18 Bildern je Sekunde in RAW auf. Bei Nutzung des Single-AF werden sogar bis zu 60 Bilder/Sekunde in den Puffer geschrieben, Flaschenhals ist die Speicherung dieser Datenmengen. Immerhin sprechen wir von einem 20-Mpix-Sensor mit 5184 x 3888 Bildpunkten. Schnellste Speicherkarten sind also angesagt und dennoch kann es etwas dauern bis die Bilder dann auf einer der beiden HD-Karten geschrieben sind, mit denen man die Mark II bestücken kann. Einer ist dabei für UHS-II-Karten ausgelegt. Da jeder Karte verschiedene Aufnahmeeinstellungen zugweisen werden können, lassen sich beispielsweise auf einer Karte alle RAW-Aufnahmen und auf der anderen die zugehörigen JPGs schreiben. Doch Schnelligkeit hat bei der OM-D EM-1 noch einen weiteren Namen, den man sich merken muß: Pro-Capture. Darüber und über die Gesamteinschätzung des neuen Olympus-Flaggschiff lesen Sie in FineArtPrinter 1/17, ab 22.Dezember am Kiosk. Selbstverständlich freuen wir uns auch über ein Abo.

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