FAQ

Von (A)rchiv bis (W)eisspunkt

Hier entsteht in den nächsten Wochen zur Abrundung der Website das FineArtPrinter-Glossar. Die Redaktion wird versuchen, Ihnen mit diesem Glossar die wichtigsten Antworten zu Fragen rund um Medien, Tinte sowie Druckerhard- und Software für Fineartprinting zu geben

 

In der Systematik des => ICC werden A'e als eigene Geräteklasse behandelt; zu ihr gehören Computer-Monitore (CRT, LCD), TV-Bildschirme, Projektoren (=> Beamer).

Diese Klasse verwendet das => RGB-Farbmodell.

Ein => Arbeitsfarbraum mit => Weißpunkt D65 und einem Gamma 1,8 [=> Gamma] für Macintosh Betriebssysteme.

Ein erweitertes Apple RGB führt bis zu den Grenzen des sichtbaren Spektrums und zu gesättigteren Farben. Außerdem sind Macintoshprofile mit Gamma 1,8 und Weißpunkt D50 verfügbar, z.B.

=> Color Match RGB.

Die Chromatizitäts-Eckwerte [=> Chromatizität] in der => CIE-Normfarbtafel sind

R:x = 0,625y = 0,34 G:x = 0,28y = 0,595 B:x = 0,155y = 0,07

Weißpunkt: x = 0,3127y = 0,3290

(Abk. von engl. Active Pixel Sensor). Sensorbauart mit aktiver Ausleseelektronik [=> Sensor].

Üblicherweise wird ein APS in CMOS-Technik hergestellt, weshalb er vereinfachend auch als

=> CMOS-Sensor bezeichnet wird.

Ein geräteunabhängiger => Farbraum für die Bearbeitung von => Bilddateien, die von => Bilderfassungsgeräten - ggfls. nach Umwandlung aus dem Rohformat [=> RAW] - herrühren. Diese Daten liegen als => Primärvalenzen R, G, B vor. Daher soll ein Arbeitsfarbraum grundsätzlich ein additives => Farbmodell benutzen, um verlustanfällige Farbraumkonvertierungen [=> Konvertierung] zu vermeiden. Es kann, je nach Verwendungszweck, unter unterschiedlichen Arbeitsfarbräumen gewählt werden, z.B.

=> Adobe RGB, => sRGB, => eciRGB.

Der Arbeitsfarbraum soll einerseits die Farbräume beteiligter => Ausgabegeräte einschließen*, andererseits darf er nicht zu groß sein, um => Tonwertabriss zu vermeiden.

In Bilddateien, die zur Weitergabe, z.B. an Druckdienstleister, bestimmt sind, sollte das Profil des Arbeitsfarbraums eingebettet sein, damit es nicht zu Farbverschiebungen durch unterschiedliche Arbeitsfarbräume kommt.

* Das => Gamut von Arbeitsfarbräumen kann teilweise außerhalb des Gamuts von => Anzeigegeräten liegen. Die dort liegenden Farben sind dann nicht sichtbar und für eine Bearbeitung unzugänglich. In der Praxis ist dies dann der Fall, wenn der Anwender beispielsweise seine Bilddaten aus Lightroom nach der RAW-entwicklung als ProPhoto-RG exportiert. Ein Display, das alle Farben des ProPhoto-Farbraums darstellen kann, gibt es es alledings nicht und ist auch nicht zu erwarten, dass Monitore einen solchen Farbraum darstellen. Sinnvoll ist es beispielsweise darauf zu achten, dass der Monitor etwa 96 % des Farbraums Adobe RGB darstellt um den Workflow auf den Farbraum AdobeRGB abzustimmen, das heißt im RAW-Konverteter als Exportfarbraum AdobeRGB zuz wählen und auch in der Bildbearbeitung, beispielsweise Photoshop, Adobe RGB einzustellen. Diese Voreinstellungen erfolgen in Photoshop im Menue "Bearbeiten/Farbeinstellungen/Arbeitsfarbräume".

Die Eignung von Objekten (Archivgut) zur Aufbewahrung unter gleichbleibenden Umwelt- und Aufbewahrungsbedingungen über einen längeren Zeitraum ohne Veränderung ihrer Eigenschaften.

Für Archivgut auf Papier, wozu auch analoge Ausdrucke von Bilddateien [=> Druck, => Print,

=> Ausbelichtung] zählen, sind die Kriterien für die Archivierbarkeit international genormt (DIN ISO 9706) [=> ISO].

Siehe auch: => Alterungsbeständigkeit.

Wenig gebräuchlicher Ausdruck für => Flächensensor.

Bei der elektronischen Bildaufzeichnung (EBA) ungewollt entstehende, störende digitale Informationen, die zu Veränderungen der ungestörten ("originalen") Bildinformation führen. Ursachen sind elektrische Störungen der => Signalverarbeitung [=> Rauschen], optische Fehlerquellen der Belichtungssysteme (Reflexe, Kratzer, Fussel, Staub etc.) oder der Aufnahme- optik (Abbildungsfehler). A. können auch bei der => EBV entstehen. Bekannte Erscheinungen, die zu A'n. führen, sind => Ausbluten, => Farbsaumbildung, => Licht- saumbildung. Fehlerhafte => Datenkompression, z.B. zu starke JPEG-Komprimierung [=> JPEG], kann ebenfalls A. verursachen. Eine andere Art von Bildstörungen sind sogen. Alias-Effekte [=> Aliasing]. 

Bei der Erfassung und Wiedergabe von Halbtönen, dem Normalfall der Digitalfotografie, ist zu unterscheiden:

=> Eingabeauflösung [Maßeinheit: Pixel pro Zoll (ppi), bei => Scanner auch: Sample pro Zoll (spi)],

=> Ausgabeauflösung [Maßeinheit: Dots pro Zoll (dpi)]. Bei Druckern auch als

=> Druckerauflösung bezeichnet; nicht zu verwechseln mit der Druckauflösung, s. unten,

=> Bildauflösung [Maßeinheit: Pixel pro Zoll (ppi)],

=> Druckauflösung [Maßeinheit bei Raster- bildern: Lines per inch (lpi); bei nicht rasternden Ausgabegeräten und bei => Tintenstrahldruck Dots pro Zoll (dpi)].

An Stelle der Längeneinheit Zoll (engl. inch) findet sich auch die Längeneinheit Zentimeter (cm).

Die verschiedenartigen Auflösungen sind tlws. unter einander und mit Längen- und Größen- angaben durch mathematische Beziehungen verknüpft.

Bei Eingabeauflösung und Ausgabeauflösung ist außerdem zu unterscheiden zwischen

=> Abtastauflösung, auch als

=> Adressierungsauflösung bezeichnet, und=> Optische Auflösung.

Die Abtast- bzw. Adressierungsauflösung bezieht sich auf das virtuelle Raster der aneinander gereihten Bildpunkte (=> Pixel), während die Optische Auflösung die "Trennschärfe" kenn- zeichnet, mit der feine Details getrennt bzw. unterschieden werden.

Eine hohe Abbildungsqualität mit großer Trenn- schärfe setzt neben ausreichender Adressierungs- auflösung entsprechend hohes optisches Auflösungsvermögen von Kamera oder Scanner, insbesondere der verwendeten Aufnahmeobjektive, voraus.

Gelegentlich wird A. auch als Bezeichnung gebraucht für die Anzahl der Pixel eines elektronisch erzeugten Bildes oder eines Kamerasensors [=> Sensor].

Übertragung von digitaler Bildinformation (Bild, Grafik, Text) auf Fotomaterial durch einen => Belichter.

Die RGB-Belichter LightJet, entwickelt von Cymbolic Sciences (später Océ) und Lambda von Durst (Brixen/Italien), waren die wichtigsten Geräte für die Belichtung von Bilddaten auf Silber-Halogenid-Papier mittels Laserstrahl. Dabei schreibt der RGB-Laserstrahl für jedes Pixel einen Wert für Farbton und Helligkeit. Nach der Belichtung wird das Silberhalogenid-Papier in den bewährten fotochemischen Prozessen entwickelt. Vereinzelt sind derartige RGB-Laserbelichter noch heute im Einsatz.

RGB-Belichter waren Ende der 1990er Jahre die ideale Lösung für Fachlabors, die einerseits die fotochemischen Prozesse vorhielten und andererseits mit einem solchen RGB-Laserbelichter digital bearbeitete Bilder auf preiswertem fotochemischen Slilberhalogenid-Papieren ausgaben.

Bei der elektronischen Bildaufzeichnung ungewollt auftretendes Störmuster, bei der der Farbwert eines => Pixels als Fleck in benachbarten Pixeln erscheint.

Siehe auch: => Artefakte.

Unter Ausbluten versteht man umgangssprachlich auch auch den unkontrollierte Verlauf von Tinte auf einem unbeschichteten Medium. Dabei sinkt die Tinte nicht konturenscharf in das Medium ein, sondern wandert im Papierfilz, was zu einerseits zu Farbverlust und andererseits zu unscharfen Konturen und einem inakzeptablken Druckbild führt.

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