FAQ

Von (A)rchiv bis (W)eisspunkt

Hier entsteht in den nächsten Wochen zur Abrundung der Website das FineArtPrinter-Glossar. Die Redaktion wird versuchen, Ihnen mit diesem Glossar die wichtigsten Antworten zu Fragen rund um Medien, Tinte sowie Druckerhard- und Software für Fineartprinting zu geben

 

Abbildungsfehler optischer Systeme; siehe auch:

=> Farbsaumbildung. Chromatische Aberration tritt häufig bei Verwendung von Weitwinkelobjektiven bei der Abbildung von kontrastreichen Motiven, speziell im Gegenlicht auf. Chromatische Abberration lässt sich teils schon im Raw-Konverter bei der Entwicklung der Bilddaten entfernen. Ursache der chromatischen Abberration sind Abbildungsfehler optischer Linsen mit der Wirkung, dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge oder Farbe verschieden stark gebrochen wird, was sich im ungüstigen Fall durch die Farbsäume zeigt.

Der => Farbumfang eines => Farbraumes in einer zweidimensionalen Darstellung (ohne Berücksich- tigung der => Luminanz).

Die Chr. wird als Dreieck dargestellt, dessen Eck- punkte durch die => Farborte der drei => Primär- valenzen im => Referenzfarbraum gebildet werden. Dieser ist häufig die zweidimensionale => CIE-Normfarbtafel.

Anteil eines => Farbsignals, der die Farbigkeit beschreibt. In Farbmodellen wird die Chrominanz durch zwei von einander unabhängige Koordinaten eindeutig bestimmt.

Siehe auch: => Luminanz.

(Abk. von franz. Comission Internationale de l'Eclairage). Eine internationale Wissenschafts- Organisation, die maßgebliche Standards zur Beleuchtung, Farbdefinition und Farbmetrik erarbeitet und von der "International Organization for Standardization" [=> ISO] als Normungsinstitut anerkannt ist.

Von => CIE genormtes => Farbmodell, das ähnlich wie => CIE L*u*v* aus den Werten des

=> CIE xyY Farbmodells unter Einbezug der Beleuchtungslichtart berechnet wird und annähernd => visuell gleichabständig ist.

Der C.-Farbraum hat die Form einer Kugel, mit L* (gesprochen: LStar) als Achse kreisförmiger Farbscheiben gleicher Helligkeit.

Auf diesen liegen die Farbkomponenten a* (rot bis grün) und b* (gelb bis blau). Sie können positive und negative Werte annehmen und bilden Ordinaten (+a* bis -a*) bzw. Abszissen (+b* bis

-b*) eines rechtwinkligen Koordinatensystems mit dem Zentrum als Nullpunkt.

Die => Sättigung ist definiert als Hypotenuse des rechtwinkligen Dreiecks mit den Farbwerten a* und b* als Katheten. Sie nimmt vom Zentrum (Unbuntwert) zum Rande zu.

CIE L*a*b* dient als geräteunabhängiger Referenz-Farbraum für das => Farbmanagement und ist für die Druckindustrie verbindlicher Standard.

Es gibt drei CIE L*a*b* Farbmodelle aus den Jahren 1976, 1994 u. 2000, die dem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechen.

Siehe auch: => CIE LCH.

Von => CIE genormtes => Farbmodell, das aus den Werten des => CIE xyY Farbmodells berechnet und hauptsächlich für die Darstellung und Messung der => Spektralfarben von => Anzeigegeräten eingesetzt wird.

Der Rechenaufwand zur numerischen Erfassung von Farbabweichungen [=> Farbabstand] ist erheblich. Für diesen Zweck besser geeignet ist

=> CIE L*a*b*.

Siehe auch: => CIE-Lu'v'-Farbtafel.

Aus => CIE L*a*b* abgeleitetes Farbmodell, bei dem die Farben durch => Helligkeit (L = Light- ness), => Buntheit (C = Chroma) und => Farbton (H = Hue) definiert werden.

Im CIE LCH-Farbraum wird der Farbton H in Winkelgraden h (= Farbtonwinkel) auf einem Farbkreis angegeben. L entspricht der Helligkeit L*. Die Buntheit C entspricht dem Abstand C* von der L*-Achse (der Sättigung) im CIE L*a*b* Farbraum.

In der Praxis der => EBV ist diese in Polarkoor- dinaten umkodierte Darstellung des CIE L*a*b* Farbraums besser handhabbar als die in kartesi- schen Koordinaten kodierte Urform (die aber für das => Farbmanagement unverzichtbar ist).

Veränderungen der Werte eines Kanals haben keinen Einfluß auf die Werte der beiden anderen Kanäle. Siehe auch: => HSB.

Von => CIE genormtes => Farbmodell. Es beruht auf virtuellen (real nicht vorhandenen) => Primär- valenzen X, Y, Z (für virtuelles Rot, Grün und Blau). Deren spektrale Zusammensetzung aus Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge

(=> Spektralwert) ist so normiert worden, dass sie der Augenempfindlichkeit eines "Normal beobachters" entspricht, wobei die Grünkompo- nente Y mit der Helligkeit direkt korreliert.

Die Normfarbwertanteile (=> Farbwert) dieses Modells ergeben in der Summe stets 1. Dadurch wird es möglich, diese in einem zweidimensionalen Koordinatensystem, der => CIE-Normfarbtafel, darzustellen.

Für den farbmetrisch korrekten Vergleich von Farben untereinander ist das CIE xyY-Farbmodell nicht geeignet, hierfür => CIE L*a*b*.

Zweidimensionale graphische Darstellung des

=> CIE L*u*v*-Farbraums ohne Berücksichtigung der => Luminanz. Anders als bei der => CIE-Norm farbtafel kommt die Darstellung der menschlichen Farbempfindung nahe und ist zur Beurteilung und zum Vergleich von Farbräumen gut geeignet.

Zweidimensionale graphische Darstellung des=> CIE xyY-Farbraums. Die CIE-Normfarbtafel hat die Form eines Hufeisens, dessen umschließender Kurvenzug die => Farborte der => Spektralfarben von 380 nm bis 780 nm angibt. CIE-Normfarbtafel umfaßt alle vom menschlichen Auge unterscheidbaren Farben sowie diejenigen der Spektralbereiche zwischen 380 und 410 nm und zwischen 690 und 780 nm, die nicht unterschieden werden können.

Die CIE-Normfarbtafel hat den Charakter eines Chromatizitäts- Diagramms [=> Chromatizität], weil in ihr die Darstellung der => Luminanz fehlt. Da diese definitionsgemäß dem Normfarbwert Y entspricht [=> Y], kann sie rechnerisch als dimensionsloser Zahlenwert zwischen 0 und 100 für jeden Farbort angegeben werden.

Die CIE-Normfarbtafel wird häufig zum Vergleich des => Farbumfangs von => Farbgeräten und => Arbeitsfarbräumen herangezogen.

Siehe auch: => CIE-Lu'v'-Farbtafel.

(Abk. von engl. Color Infrastructure and Trans- lation Engine). Von Microsoft für das proprietäre Farbmanagementsystem => WCS verwendeter Farbrechner, der an die Stelle des bisherigen

=> ICM getreten ist.

Unter Clipping versteht man die (fehlerhafte) Beschneidung des => Tonwertumfangs einer => Bilddatei durch Setzen des => Weiß- und/oder => Schwarzpunktes ober- bzw. unterhalb der vorhandenen Grenzwerte [=> Tonwert]

Gewollt wird Clipping auch zur Erzielung von Highkey- bzw. Low-Key-Effekten eingesetzt.

(Abk. von engl. Color Management Modul). Für das

=> Farbmanagement bestimmte Software, die alle Farbinformationen der beteiligten => Geräte anhand ihrer => Farbprofile mit einem geräte- unabhängigen => Referenzfarbraum verknüpft und damit Farbtreue über den gesamten Verarbeitungs prozess gewährleistet.

Es gibt zahlreiche CMM. Diese sind, trotz ICC- Kompatibelität [=> ICC], proprietär und nur zusammen mit dem betreffenden Produkt (Betriebssystem, Anwendungssoftware) nutzbar.

Siehe auch => Farbrechner.

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